#37

„Na, vergessen, was zu tun ist?“, vernahm er. Diarmaid stand vor ihm, heute im Gewand eines Pilgers auf dem Jakobsweg.

„Ja“, stöhnte Hill. „Und ich finde es nicht im Kopf, er schmerzt zu sehr.“ Diarmaid lachte, legte seine Hand auf Hills Kopf und sofort war Klarheit und Freiheit von Schmerz.

„Danke“, meinte Hill. „Ich muss jetzt aber leider gehen.“

„Jaja, geh du nur. Immerhin sollst du heute beweisen, dass du ein Heiler bist, nehme ich mal an. Und dann solltest du auch hurtig deine Reise fortsetzen. Aber wenn du noch einen kleinen Rat haben willst – du musst die andere Richtung nehmen. Da ist die Person, zu der du gehen sollst.“ Er deutete mit dem Kopf hinter die Tanne. Das Mal leuchtete rot im Sonnenlicht. „Und wenn du dich nicht beeilst, bist du zu spät. Wir sehen uns. Allerdings free online pharmacy technician ce kanns dauern, ich habe Aufträge anderer Art“, sprach der Neupilger, legte Stab und Mantel ab und sprang als unfassbar großer Wolf durch die Bäume davon.

Hill erhob sich ächzend. Er sollte eine Frau heilen. Es war ihm wieder eingefallen. Er sollte ihre Seele suchen, denn ohne sie würde sie nicht richtig sterben. Großartig. Weil er ja wusste, wie das zu bewerkstelligen war. Er versuchte, sich in die Luft zu erheben. Offenbar war seine Flugfähigkeit beim Sturz zerstört worden. Er musste wohl oder übel zu Fuß gehen.

Aonghas saß vor der Höhle und starrte auf das Wasser in seinem Kelch. Er hielt die Luft an. Der Junge hatte vollkommen vergessen, was zu tun war. Und ausgerechnet Diarmaid hatte ihn daran erinnert. Er seufzte. Diarmaid. Die einzige Person im Volk, die zwischen beiden Welten, der guten und der bösen, wandeln konnte. Der, der gezeichnet war. Aber auch der mit der größten Heilkraft. So enorm Diarmaids viagraonline-4rxpharmacy Kräfte im Guten waren – er war der beste Heiler, den Aonghas jemals ausgebildet hatte und das waren viele gewesen – so stark war auch die Kraft der dunklen Seite. Nur Aonghas wusste um das Zerreißen der Seele in Diarmaid, der sich nichts sehnlicher wünschte, als ganz auf der Seite des kleinen Volkes zu stehen. Aonghas wusste um Diarmaids Kämpfe. Viele Male hatte Diarmaid die Auseinandersetzung gesucht in der Hoffnung, zu sterben. Viele Male war er gestorben und wieder aufgestanden. Diarmaid konnte nicht sterben, so sehr er sich das auch wünschte. Und in ihm lebte die Kraft beider Seiten.

Aonghas konzentrierte sich auf den Jungen. Er bündelte seinen Geist und mit einem Mal schoss Hill in die Luft und folgte etwas, das sich für ihn wie ein silberner Faden ansah. Er fühlte etwas in seiner Hand und er wusste nicht, wie das dort hingekommen war. cialis 30 day free trial In seiner Hand hielt er etwas Leichtes, das nur aus hellem Licht zu bestehen schien. Als Hill sich umblickte, erkannte er Zigtausende solcher silberner Fäden in viagraonline-4rxpharmacy.com der Luft. Erstaunlicherweise behinderte ihn kein einziger, sie wichen zurück, wo er war. Ruhig, irgendwie liebevoll. Als habe er gar nichts mit ihnen zu tun, als seien sie nicht in seiner Welt. Der silberne Faden aber, dem er folgte – er war dünn, sehr, sehr dünn. Und Hill spürte, dass Eile not tat. Am Ende des Fadens fand er sie. Eine Frau auf dem brand name viagra online Sterbebett. Und er schoss nach unten und legte ihr das Helle, Lichte auf das Herz. Die Frau öffnete die Augen. Hill traf ein Lächeln voller Himmel. „Danke“, sagte die Frau. „Nun kann ich gehen. Aber hier ist, worum Aonghas gebeten hat, bitte nimm es mit und gib es ihm.“ Sie deutete auf eine Schlafstatt neben dem Bett. Darin lag ein kleines Mädchen mit den hellsten Locken, die Hill jemals gesehen hatte. Das Mädchen schlief und trug ein weißes Gewand. Auf dem Gewand steckte eine Brosche. Sie zeigte ein stilisiertes Blatt.

„Trag sie schnell hinfort, damit ich gehen kann“, sagte die Frau leise. „Sie ist mein Vermächtnis an Aonghas und du wirst dich dein Leben lang um sie kümmern. Deine Aufgabe wird sein: Halte Diarmaid von ihr fern. Sie sind durch Zeit und Raum in Liebe verbunden, aber das dürfen sie nicht. Diarmaid wird alles versuchen, sie zu bekommen. Und die eine Hälfte in ihr wird Ja zu Diarmaid sagen. Du wirst ihr immer wieder helfen müssen, das, was sie tief im Herzen fühlt, zu bekämpfen. Und nun geh!“

Hill nahm vorsichtig das Kind aus der Wiege. Die Frau strich über das Köpfchen des Mädchens. Sie seufzte und atmete generic viagra online pharmacy review zweimal ein und dann nur noch aus. Hill schloss ihr die Augen. In diesem Moment riss es ihn wie angezogen aus dem Raum, er flog mit dem Kind in einem nicht mehr fassbaren Tempo durch die Luft und schlug viagraonline-4rxpharmacy.com hart auf dem Höhlenboden auf. Hämmernder Kopfschmerz weckte ihn. Um ihn war es hell und die Höhle hatte wirklich eine enorme Höhe. Neben ihm saß das Kind. Von ihm ging das Licht aus. Es lachte, als Hill die Augen öffnete. Hill versuchte sich zu orientieren. Das Kind kam auf ihn zu und legte die Hand auf seine Stirn. Der Schmerz war augenblicklich weg. „Gehen wir jetzt zum Großvater?“, fragte es mit heller Stimme und zog Hill nach oben. „Ja, wir gehen zum Großvater“, versprach Hill und zwängte sich mit dem Kind durch den Gang.

„Na,. da seid ihr ja“, fand Aonghas ein bisschen ungeduldig. „Willkommen, meine Kleine! Lasst uns mittagessen gehen.“ Er stand auf, nahm das Kind auf den Arm und nickte Hill zu: „Nun, so geht das, jetzt weißt du, wie du es machen musst mit den kranken Menschen, oder?“ Hill wollte protestieren, denn er hatte keine Ahnung, aber der Alte war schon enteilt. Hill begann zu rennen.

# 36

„Geh dahin zurück, wo du herkommst und lass dich nie wieder hier in der Nähe blicken. Du wirst nicht noch ein Leben zerstören.“ Mrs. Brodies Stimme war unglaublich klar und ließ keinen Widerspruch zu. Fiona war erschrocken über soviel Kraft. Michael drehte sich ohne ein weiteres Wort um und verschwand hinter der nächsten Häuserecke. Noreen nahm Fiona am Oberarm und schlurfte mit ihr zu ihrer kleinen Wohnung. Fiona entging das schwere Schnaufen der Greisin nicht. Mittlerweile konnte die junge Frau wieder einigermaßen klar denken. „Noreen, wie um alles in der Welt sind Sie plötzlich dazugekommen?“ Ohne Antwort zu geben, stellte die alte Frau eine frisch gebrühte Kanne Kaffee und 2 Tassen auf den Tisch und ließ sich schwer auf einem ihrer Stühle nieder. In diesem Moment verspürte Fiona eine tiefe Dankbarkeit und nippte schweigend an ihrer Tasse ohne nicht noch einmal eine Antwort zu fordern.

„Er ist mir nicht unbekannt. Als wir uns das erste Mal getroffen haben, hat er in einem kleinen Geschäft, wo jetzt der neue Supermarkt ist, Zigaretten und eine Flasche Bier gestohlen. Ich kannte den Besitzer recht gut und habe manchmal ausgeholfen, wenn Not am Mann war. Er war ein Kind seiner Umstände. Michael hat nie gelernt, Grenzen einzuhalten, Eigentum anderer zu achten. Er hat nur gelernt, dass er sich das nehmen musste, was er brauchte.“ Sie wirkte mit einem Mal sehr müde. „Ich dachte damals, mit Vertrauen und den Glauben an ihn könne ich seine gute Seite in ihm wecken. Mein Mann war von Anfang an dagegen gewesen.“ Fiona war völlig überrascht. Noreen und Michael kannten sich also schon lange. Er hatte sie nie erwähnt.

#35

Diarmaid hatte das Fallen des Baumes nicht gehört, ebenso wenig wie Kyra. Sie standen einander gegenüber und als sich ihre Hände berührten, war die äußere Welt versunken. Sie wurden wie durch einen Tunnel aus Regenbogenlicht gerissen. Sie rasten durch Zeit und Raum und ihre Hände verschlangen sich ineinander. Gesucht, gefunden. So einfach war das also, dachte Kyra. Und dann kam der Schlag.

Der Baum hatte Diarmaid und Kyra unter sich begraben. Der Stamm war direkt auf ihre Köpfe gefallen.

Mordagh saß gerade am Tisch, um Erbsen auszupuhlen, als der Schmerz sie traf. Sie schrie auf. Aonghas trat sofort vor die Tür und sah seine Frau, die über der Schüssel mit den Schoten zusammengesunken war. Ihm war klar – soeben hatte etwas seiner Frau das Herz gebrochen. Er legte ihr die Hand auf den Arm und nahm mit der anderen Hand den Wasserkrug, schüttete die Schoten aus der Schüssel und das Wasser hinein.

Im Spiegel erkannte er Kyra, die tot unter einer Tanne lag. Und noch etwas erkannte er – seinen Meisterschüler. Diarmaid. Kyras und Diarmaids Hände waren verschlungen. Aonghas begriff. Und nun verstand er auch vieles, was er nie hatte greifen können. Es war darum gegangen, Diarmaid und Kyra zu verbinden. Die dunkle Welt hatte es über das versucht, was Aonghas am wichtigsten war – seine eigene Familie und sein Auftrag als Heiler durch Raum und Zeit. Diarmaid war nicht umsonst sein Meisterschüler gewesen und nun begriff Aonghas auch die Tiefe des Schmerzes in Diarmaid, der ihm niemals hatte schaden wollen und oft gesagt hatte: „Aonghas. Was immer geschieht – es ist nicht meine Absicht, dich zu verletzen.“ Und wie immer hatte Aonghas gesagt: „Junge, das weiß ich doch! Du hast doch bisher noch keinen Patienten im Stich gelassen.“ Dann hatte Diarmaid manchmal mit seinemgrünen und seinem braunen Auge auf Aonghas geblickt und ihm war oft, als wären sie tiefschwarz.

Aonghas sah die Tiefe. Die Schwärze. Die unsagbare Last auf den Schultern Diarmaids. Und Kyra, die gerade gestorben war und nun, während Aonghas die Tränen in die Augen gestiegen waren, sich regte, weil Diarmaid den Baum weggeschleudert und Kyra Luft in den Mund geblasen hatte. Kyra lebte. Diarmaid würde sie heilen. Sie war der Preis, den die dunkle Seite forderte.

Diarmaid war vollkommen verzweifelt. Er sah die tote Kyra. Vor seinem inneren Auge lief ein ganzer Film ab. Wenn er sie tot ließe, wäre es vorbei. Aller Kampf vorbei. Alles Ringen um Gut und Böse – vorbei. Es hätte das Ende dieser Welt, die für die Außenwelt seit Jahrhunderten nicht mehr existierte,

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sein können. Es lag nun in seiner Hand. Er schaute auf Kyra und sein Herz flutete über vor Liebe und ehe er denken konnte, presste er seinen Mund auf ihren, blies und drückte ihr Herz, blies und drückte ihr Herz und mit jeder Faser seines guten Anteils wollte er nur eines – helfen, heilen und ganz machen.

Als Kyra atmete, hörte Diarmaid ein satanisches Lachen. „Ihr Menschen und die Schwachheit“, vernahm er die tiefe Stimme, die er fürchtete wie nichts im Leben. „Nun, Diarmaid, du weißt, was du dafür tun musst. Ich verlasse mich auf den Wort als Ehrenmann. Das tust du wegen eines Menschenkindes – man soll es nicht für möglich halten.“ Das Lachen hallte von jedem Baum zigfach wieder. Diarmaid wünschte sich Taubheit und blanker Hass loderte in ihm, er wollte aufspringen … doch da spürte er Druck in seiner Hand – Kyra erwachte.

Es zerriss ihn im Inneren und doch beugte er sich liebevoll über das Mädchen.

„Ich werde dich immer lieben“, sagte sie.

„Für deine ersten Worte an mich sind die ganz schön mächtig“, antwortete er lächelnd, ehe er sie küsste. In diesem Moment, als er Kyra als Liebender begegnete, spürte er das erste Mal den Schmerz auch körperlich, keiner der beiden Welten anzugehören. Etwas in Diarmaid starb in diesem Augenblick unter größten Qualen. Und etwas war in ihm erwacht, das war licht, hell, rein und klar und nur Liebe.

# 34

Völlig hysterisch begann sie ihn anzuschreien. Die wenigen Leute drehten sich erschrocken um. Es war noch ziemlich früh am Morgen, und nur ein paar Berufstätige waren unterwegs auf dem Weg zu ihrem Arbeitsplatz. Doch Michael war nur wenig beeindruckt von ihrem Ausbruch. „Schätzchen, jetzt beruhige dich doch erst einmal. Zickig warst du ja schon immer, aber das ist jetzt doch sehr übertrieben, findest du nicht?“. Fiona war vor Hass auf ihn außer sich und die Verzweiflung über die kurze Begegnung mit Lennon brach über sie herein.

Da stand plötzlich wie aus dem Nichts Noreen neben ihr. Wie eine schützende Wolldecke nahm Fiona die Anwesenheit von Mrs. Brodie wahr, die Tränen verschleierten ihren Blick. Die alte Frau blickte den über einen Kopf größeren Mann feindselig an. „Du hast hier nichts mehr verloren. Du hattest deine Chancen und hast sie längst vertan. Mehr wirst du nicht mehr bekommen.“ Michael fror das süffisante Lächeln im Gesicht ein. „Das wirst du bereuen, Alte.“

#33

James Hills Kopfschmerzen waren verschwunden. Was immer der Alte auch angestellt hatte – bei seinem Anblick waren die Schmerzen weg gewesen, dann wieder gekommen und jetzt waren sie abermals weg. Er hatte eine Tasse Tee getrunken aus den Kräutern, die der Besucher mitgebracht hatte. Und die sorgten dafür, dass sich Dr. James Hill nicht nur komplett schmerzfrei fühlte, sondern so jung und gestählt wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Was ihm der seltsame Gast gesagt hatte, klang logisch. Hill griff sich an die Stirn – wie hatte er all die Jahre so blind sein können? Es war ihm ein echtes Rätsel.

Kyra war seit einigen Jahren seine Sprechstundenhilfe und doch war es meistens so gewesen, dass die Lösung für so manches Problem seiner Patienten im Gespräch mit ihr einfach so herausgekommen war. Hill war spezialisiert auf Fälle, die weder von der Schulmedizin noch von der gesamten Alternativtruppe gelöst werden konnten. Seine Patienten waren allesamt Menschen, die irgendwie anders waren. Er half ihnen mit Kräutermischungen, die nicht selten die Apotheker anrufen ließ, die das mischen sollten. Inzwischen arbeitete er nur noch mit einer einzigen Apotheke zusammen, die nie nachfragte. Sie mischten dort, gaben aus und gut. Der Apotheker war ein profunder Kenner sämtlicher Kräuter und manchmal schickte er Hill ein Mail mit einer Rückmeldung der Marke „davon würde ich etwas weniger nehmen und dafür noch ein bisschen Angelikawurzel beimischen“. Hill verließ sich blind auf diese Hinweise, denn der Mann war auf seine Weise ein Genie. Seine Ideen waren immer grenzwertig und nie schlugen sie fehl. Hill war immer so, als würde ihn mit diesem Apotheker, den er noch nie gesehen hatte, etwas Geheimes verbinden.

Aonghas hatte ihm eine nahezu unglaubliche Geschichte mitgebracht. Diarmaid war wieder da. Hill war Diarmaid immer wieder begegnet, wenn er im Wald lernte. Diarmaid lebte dort und er war fähig, seine Gestalt zu wandeln. Manchmal trat er Hill als Wolf entgegen und lachte, wenn sich Hill fast zu Tode erschrak. Manchmal stand er wie aus dem Nichts neben Hill und hielt seine Hand fest, wenn der etwas berühren wollte, was enorm giftig war. Immer sorgte Diarmaid dafür, dass Hill keinen Schaden davontrug, denn in seiner Jugend war er enorm experimentierfreudig gewesen. Daran hatte auch die Einweihung in der Höhle nichts ändern können.

Hill erinnerte sich oft an diesen einschneidenden Tag. Aonghas hatte ihn zur Höhle begleitet, er hatte den Trunk zu sich genommen und war in die tiefe Enge hineingerutscht. Dort hatte ihn die Panik restlos geflutet und seine Seele hatte seinen Leib verlassen. Sie schoss durch das Gestein in den Himmel hinauf.

Hill flog über den Wald und es dauerte eine Weile, bis er verstand, wie Fliegen ging. Als er es begriffen hatte, wusste er, warum es seit jeher ein Menschheitstraum gewesen war, fliegen zu können. Er warf sich fröhlich durch die Luft und genoss es, den Wind an seinen Ohren pfeifen zu hören. Er hätte endlos fliegen können, doch mit einem Mal vernahm er die donnernde Stimme von Aonghas: „Junge, erledige deinen Auftrag! Sofort!“ Er erschrak im Flug und trudelnde nach unten. Schmerzhaft schlug er in eine Tanne ein. Auftrag, Auftrag. Ja. Nur – welcher? Er rieb sich den Schädel. Die Geburtsstunde seiner Kopfschmerzen. Wenn ihm nur einfiele, was sein Auftrag gewesen war. Er setzte sich auf den Waldboden und lehnte den schmerzenden Kopf an den Stamm der Tanne. Eine Ameisenkolonne lief daran hinauf und umkurvte seinen Kopf.

# 32

Michael kam schwankend näher. „Verdammt ungastlich hier. Lass uns nach Hause gehen.“ Fiona starrte ihn voller Abscheu an. Mr. McDonars einziges Bemühen bestand nur darin, diesen Eindringling so schnell wie möglich wieder los zu werden. „Fiona, bringen sie ihren ‚Freund’ hier raus. Ihre Morgenschicht übernehme ich, aber zu Mittag erwarte ich sie zurück.“ Damit

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öffnete er die Tür und den beiden blieb nichts anderes übrig, als ins Freie zu treten. Fiona hatte nicht vor, auch nur eine Sekunde länger als nötig mit ihm zu verbringen, aber da hatte er ihr schon den Arm um die Schultern gelegt und drängte sie auf die Straße hinaus. Bevor Fiona die ungewollte

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Umarmung abschütteln konnte, standen sie an der Ecke.

In diesem Moment erkannte sie Lennons Pickup an der Kreuzung. Mit völlig versteinertem Blick schaute er sie an. Fiona sah für eine Sekunde das Sterben in seinen Augen, da sprang die Ampel auf grün und mit durchgedrücktem Gaspedal schoss er davon.

Michael warf einen amüsierten Blick auf den Pickup. „Ich wusste gar nicht, dass so eine Karre soviel Staub aufwirbeln kann.“ In diesem Moment flippte Fiona völlig aus.

#31

Am fünften Tag hatte jede Familie des Dorfes mehrere Mitglieder verloren. Ennis hieß alle jeden Tag die Hütten mit Essig auswaschen, lüften und alles verbrennen, was mit Kranken in Kontakt gekommen war. Die Dorfbewohner ließ er Kräuterabkochungen trinken. Und Ennis sorgte auf einen Rat von Aonghas hin dafür, dass die vielen Ratten, die in der letzten Zeit aufgetaucht waren, getötet und verbrannt wurden. Nach 40 Tagen war die Seuche vorbei. Von 184 Dorfbewohnern waren 53 verstorben. Ennis war zu Tode erschöpft. Eine der letzten Toten war die Kräuterfrau. Sie konnte keine Kunst mehr retten, dabei hatte Aonghas extra den Medizinmann aus dem Kleinen Volk mitgebracht. Zur Mitternachtsstunde bei Neumond war der Alte gekommen, wie ein Geist stand er plötzlich neben dem total übermüdeten Ennis und reichte ihm einen Kelch. „Trink das, Junge“, meinte er mit der tiefsten Stimme, die Ennis jemals gehört hatte. „Es wird dich wieder in die Kraft bringen. Es ist vorbei.“ Er beugte sich über die Kräuterfrau und reichte ihr ebenfalls einen Kelch, den sie leeren sollte. „Das macht es dir leichter, meine Gute“, meinte der Alte, „so kommst du sicher und schmerzfrei auf die andere Seite.“ Die Kräuterfrau blickte den Alten an und trank. Binnen weniger Minuten schloss sie die Augen. „Egal, was die Menschen sagen werden“, fand der Medizinmann. „Ich sage dir, Ennis: Es sind nicht die Säfte in den Menschen. Es sind die Ratten. Sie sind krank. Und wenn die Ratten kommen, kommt der Hunger. Ennis, sage deinem Stamm, sie sollen auf die Ernte achten. Wir werden in diesem Jahr vielleicht viele Sorgen haben, was die Ernährung betrifft. Insofern ist es gut, wenn ihr nur noch wenige seid. Aber achte darauf, dass sich kein Hass bildet. Manche Stämme haben keine Toten zu beklagen. Sie sind in kriegerischer Stimmung. Ennis, sorge dafür, dass ihr im Wald einen Rückzugsort schafft für die Menschen. Ihr werdet es brauchen. Meine Brüder aus anderen Winkeln der Welt berichten von heftigen Auseinandersetzungen. Die Engländer sind an uns nicht mehr interessiert. Sie gieren nach Frankreich hin und dort hat diese Krankheit ebenfalls gewütet. Ich sage dir das, damit du weißt, was zu tun ist.“ Ennis nickte. Der Medizinmann drückte ihm ein Kräuterbündel in die Hand und riet ihm, es abzukochen und darin zu baden, ehe er nach Hause ging. „Und verbrenne alle Kleider, die du hier getragen hast“, sagte der Alte. Dann warf er etwas aus einem Beutel ins Feuer. Es zischte und die Flamme schoss hoch empor – blutrot leuchtete sie. Als Ennis‘ Augen sich an die Dunkelheit in der Hütte gewöhnt hatten, war er allein. Nicht ganz. Ihm gegenüber stand der sonderbarste Mensch, den er je gesehen hatte. Er war klein. Ein Junge, vielleicht sieben Jahre alt. Die eine Hälfte seines Gesichts leuchtete rot und blau. Ein Gezeichneter, durchfuhr es Ennis. „Was schaust du so?“, fragte der Junge lauernd. Ennis war verwirrt und beschloss, die Wahrheit zu sagen: „Ich war einen Moment unsicher über dein Gesicht.“ „Ich bin ein Gezeichneter in eurer Welt“, meinte der Junge stolz. „In meiner Welt ist das eine Auszeichnung, keine Mahnung. Ich bin Diarmaid. Unser Schicksal ist verbunden, wenngleich ich das ebenso wenig möchte wie du. In deinen Augen mag ich ein Kind sein. In meiner Welt bin ich uralt. Mein Volk meidet mich, denn ich bin auch dem Bösen verbunden, wenngleich ich auch das nicht möchte. Aber ich wurde niemals gefragt. Ebenso wenig wie du, Ennis. Wir sind verwandt, auch wenn wir das nicht möchten. Du nicht und ich nicht. Und ich bin hier, um dich zu warnen. Du hast die Gabe des zweiten Gesichtes, Ennis. Und was du heute gesehen hast, hat mich zurückgeholt in diese finstere Welt, die wir in viel späteren Jahren Mittelalter nennen. Ja, du hast richtig gesehen, Ennis. Und die Frau, die ich zu töten habe an diesem Abend, wird Kyra sein. Kyra, die letzte Frau aus deinem Stamm, Ennis. Und ich werde sie töten müssen, obwohl ich sie seit unserer ersten Begegnung mehr liebe als mein Leben.“

In diesem Moment stieß Ennis nach vorn und rammte Diarmaid sein Kräutermesser in den Leib. Dieser wich zurück, zog das Messer heraus, reichte es Ennis zurück und sagte: „Damit wirst du besser keine Kräuter mehr schneiden. Und merke dir eines – wenn ich dir sage, dass ich ein Unsterblicher bin, kannst du mir das glauben. Und weiß Gott, das ist kein Vergnügen. Gute Absicht, mein Lieber, aber um mich zu töten, gibt es nur einen Weg.“ „Welchen?“, fragte Ennis heiser. „Ach Ennis“, lachte Diarmaid. „Mangelhaften Mut kann man dir nicht unterstellen, da bist du ganz einer der Unseren! Du wirst Antworten finden, wenn es an der Zeit ist.“

Diarmaid zog sein Hemd gerade. Nichts deutete darauf hin, dass er gerade ein Messer im Leib gehabt hatte. Ehe Ennis etwas sagen konnte, war er verschwunden. An der Stelle, an der Diarmaid gestanden hatte, lag etwas auf dem Boden. Ennis bückte sich. Es war ein Schmuckstück, ein stilisiertes Blatt in einem Kreis, der aus Steinen bestand. Der Kreis war verziert mit einem verschlungenen Muster aus keltischen Knoten. Als Ennis das Schmuckstück berührte, durchzog ihn ein unfassbares Gefühl. In seinem Kopf rasten die Bilder. Er sah sich, seine Familie, Aonghas, er sah seltsame Menschen in seltsamen Hütten, er sah Wege, auf denen Menschen in Hütten fuhren und er sah erneut die Frau, die er kannte – die, die Diarmaid erkannt hatte. Ennis wickelte das Schmuckstück in ein Stück Stoff, wusch sich, verbrannte seine Kleidung und zog an, was Aonghas ihm vor die Krankenhütte gelegt hatte. Das Schmuckstück steckte er ein und zum ersten Mal seit Wochen ging er nach Hause.

# 30

Wie hatte er sie gefunden? Fiona war leichenblass. „Michael!“ Sie dachte, sie hätte dieses Kapitel längst abgeschlossen. Da tauchte er plötzlich auf. Mr. McDonar stand neben ihm. „Fiona, bitte klären sie ihre privaten Angelegenheiten in ihrer Freizeit. Ich mag es nicht, wenn irgendwelche Typen die Nacht vor meinem Supermarkt hocken. Das ist nicht gut für das Geschäft.“ Fiona war erstarrt. Eiskalt blickte sie ihn an. Die ungewaschenen struppigen Haare standen in alle Himmelsrichtungen, und die Klamotten hatten auch schon länger keine Waschmaschine mehr gesehen. Er sah elendig aus. „Na Süße, lange nicht gesehen?“ Genau, so war Michael. Fiona verabscheute diesen Unterton in seiner Stimme. „Was willst du hier?“ „Ach komm schon Kleine, ich war in der Stadt und da dachte ich, ich schau’ mal bei dir vorbei.“ „Verschwinde!“ „Hey, begrüßt man so einen alten Freund?“ Er stand auf und ging einen Schritt auf sie zu. Fiona konnte den Geruch nach Alkohol und Sonstigem bis zu ihr wahrnehmen. Sie wich zurück. „Verschwinde, sofort!“

#29

Die Menschen um das Feuer herum stöhnten. Sie glühten vor Fieber. Bei diesem Anblick brach Ennis der Schweiß aus. „Um Gottes Willen, macht das Feuer aus!“, befahl er. „Die Menschen müssen sonst noch mehr leiden!“ Er drückte der Kräuterfrau des Dorfes seine Kräuter in die Hand und bat sie: „Koch das sofort in heißem Wasser aus. Wir geben den Kranken davon zu trinken.“ Als würde seine Hand von einer fremden Macht gesteuert, reichte er ihr eines der Bündel. Er überließ sich den Kräften des kleinen Volkes und wartete ruhig ab, was sie ihn heißen würden. Er musste keine drei Sekunden warten. Abermals kam seine Hand nach vorn, mit einem Bündel in der Hand. „Dies hier kochst du aus und wir nehmen es, um die Menschen damit abzuwaschen!“

Er wandte sich an den Dorfältesten, der ratlos und verzweifelt im Eingang stand. „Sorge dafür, dass alle möglichst weit weg von diesem Haus untergebracht sind! Es darf niemand hier herein, die Krankheit kann uns alle töten! Geh in die Hütten der Kranken und schau nach, ob sonst noch jemand erkrankt ist, bringt sie alle her. Nehmt Essig und wascht sofort alle Hütten aus! Kocht die Kleidung. Die Kleider der Patienten und ihr Stroh zum Schlafen verbrennt sofort. Sonst sind wir alle dem Tod geweiht. Das muss die Seuche sein, von der die Pilger vor einiger Zeit berichtet haben, die aus Paris gekommen waren!“

Ennis dachte nach. Manchmal brauchten Krankheiten eine Weile, ehe sie ausbrachen. Die Pilger aus Paris waren vor 10 Tagen im Dorf gewesen und hatten Kunde vom Großen Sterben mitgebracht. Er hatte keine Ahnung, was damit gemeint war. Er hatte aber auch noch niemals solche Krankheitszeichen gesehen. Die Patienten hatten allesamt blaue Stellen am Körper wie von einem Bluterguss. Sieben zeigten dicke Schwellungen in der Leiste und in den Achselhöhlen, wie Eier lagen Beulen dort und Ennis sah, wie krank die Menschen waren. Hohes Fieber schüttelte sie, sie stöhnten vor Schmerzen. Ennis wünschte sich das Medizinwissen des Kleinen Volkes. Sie hätten gewusst, wie man den Menschen die Schmerzen nehmen könnte. Ennis beobachtete, dass die Blaufärbungen häufig an den Beinen zu finden waren. Er hatte keine Ahnung, warum das so war.

Die Kräuterfrau hatte inzwischen die Abkochungen fertig. Aus dem einen Kessel verteilten sie den Tee, jede Menge Weidenrinde war darin gewesen und Ennis wusste aus Erfahrung, dass Weidenrinde bei Fieber und Schmerzen sehr mächtig war. Das wusste auch die Kräuterfrau. Eichenrinde war im anderen Bündel mit dabei gewesen – damit wuschen sie die Körper der Kranken. Ennis ordnete an, dass alle Kleider ausgezogen und verbrannt werden sollten, die Kranken lagen auf Leinen und wurden auch nur mit einem Leinentuch abgedeckt. Ennis ließ ihnen auch das Haar schneiden. Die ganze Nacht über wuschen die Kräuterfrau und er die Patienten. Von den zehn Menschen starben in dieser Nacht sieben, dafür kamen elf neue aus dem Dorf, darunter auch Kinder. Die Kinder traf es am schwersten, binnen weniger Stunden starben sie schreiend.

In seiner Not beschloss Ennis, die offenbar extrem schmerzenden Beulen aufzuschneiden. Das brachte den Menschen Linderung. Allerdings misstraute Ennis sehr stark dem Sekret, das aus den Beulen kam. Er sorgte dafür, dass die Tücher sofort verbrannt wurden. Nie zuvor hatte die Dorfgemeinschaft so eine Katastrophe erlebt. Der Priester war vorbeigekommen, um sich die Patienten anzusehen. Er rief: “Das ist die Strafe Gottes für unsere Sünden! Wir waren nicht gläubig genug!” Ennis erstarrte innerlich. An diese Gefahr durch die Reden der Priester hatte er keine Sekunde gedacht. Ennis wusste, dass Krankheiten keine Strafe Gottes waren. Aber das Dorf war seit Jahren von Hungersnöten heimgesucht worden, immer wieder kamen Plünderer, raubten, brandschatzten und mordeten. Zwar war Frieden mit England, doch innerhalb der Dörfer herrschte keine tiefe Freundschaft. Der Hunger machte alle zu Feinden. Seit Wochen aßen alle schimmliges Brot – das konnte keinen gesund erhalten.

Am Abend kam der Priester wieder, um mit viel Weihrauch die Kranken vom Bösen zu befreien und er stimmte stundenlange Gebete an. Der Kirchenmann redete sich immer mehr in Rage, bis Ennis erkannte – er war krank. Binnen weniger Stunden zeigte der Gottesdiener alle Anzeichen der Krankheit. Ennis pflegte ihn und am nächsten Tag griff der Pater nach Ennis’ Hand und fragte ihn ängstlich: “Was denkst du, Ennis? Ich habe nie gefehlt. Ich faste, seit ich Christ bin. Ich lebe keusch. Ich verkünde den ganzen Tag Gottes Wort. Was habe ich getan, dass ich krank werde?” Ennis antwortete ruhig: “Ich denke nicht, dass Krankheiten eine Strafe Gottes sind. Ich habe keine Ahnung, woher diese Erkrankung kommt. Wir haben kein wirkliches Heilmittel dagegen. Die Menschen sind schwach und krank, ich denke, die Krankheit rafft sie so noch schneller dahin.” “Werde ich Gott schauen?”, fragte der Mann zitternd. “Ich bin überzeugt”, antwortete Ennis ernst, “dass du noch heute vor deinem Gott stehen wirst und er wird dich liebevoll aufnehmen.” Drei Stunden später war der Kirchenmann gestorben.

 

# 28

Fiona verstand das alles nicht. Ihr Kopf dröhnte und sie fühlte sich wie unter einer Glocke gefangen. Sie hörte Mrs. Brodie sprechen, aber die Worte drangen nicht zu ihr vor.

Als sie später in ihrer Wohnung angekommen war, die Heizung gluckerte, sie konnte es kaum glauben, wurde ihr die Tragweite ihrer Entscheidung mit einem Mal bewusst. Sie würde ein Kind bekommen. In ein paar Monaten würde sich ihr Leben unumwendbar verändern, nichts würde so sein wie vorher. Angst stieg in ihr auf. Natürlich, dieses Gefühl war ihr vertraut. Aber noch etwas anderes konnte sie spüren. Neugier? Zaghafte Freude? Ein Kind. Ihr Kind. Lennons Kind.

Der nächste Morgen allerdings holte Fiona schlagartig in die Realität zurück. Auf dem Weg zum Supermarkt überlegte sie, wie sie es wohl ihrem Chef beibringen sollte. Als werdende Mutter musste sie keine zusätzlichen Überstunden mehr leisten und die schweren Kisten zum Regalbestücken brauchte sie nun auch nicht mehr zu schleppen. Ha, es konnte doch ein paar kleine Vorteile haben, schwanger zu sein. Sie wollte das Gespräch so schnell wie möglich hinter sich bringen, er würde sicher nicht begeistert sein. Und ihre Kolleginnen erst! Nicht alle waren von Lennon angetan. Klar, er war ein bisschen ungewöhnlich, aber hat nicht jeder so seine Eigenarten? Im Prinzip aber, war es Fiona ziemlich egal was die anderen dachten, sie hat früh gelernt, sich nur auf sich selbst zu verlassen, und ihre Entscheidungen nicht von der Meinung der anderen abhängig zu machen. Eine Gemeinsamkeit, die sie mit Mrs. Brodie übrigens teilte. Fiona musste bei diesem Vergleich vor sich hin lächeln.

Mutig betrat sie den Hintereingang zum Mitarbeiterbereich, sie wurde schon erwartet.