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Wurzeln

und Flügel, forderte Goethe.

Wurzeln sind nicht nur für Bäume die Basis. Wir Menschen sind heute global unterwegs, in Sekundenschnelle weltweit am Puls von Ereignissen. Doch all das täuscht nicht darüber hinweg, wie wesentlich für uns der Begriff der Heimat ist. Nicht immer ist Heimat mit einem Ort verbunden, Heimat kann sein, wo ich mich wohlfühle, keine Frage. Und doch – Wurzeln sind für uns auch innerlich verbunden mit Muttersprache und Vaterland, mit der Gegend, in der wir uns einfach nur angenommen fühlen, im Umkreis von Menschen, die wir lieben. Und so, wie der Baum Kraft aus den Wurzeln bekommt, die ihn nähren, ihn halten und versorgen mit dem, was er vom Boden braucht, brauchen wir Wurzeln in einem geistigen Boden, der uns nährt, versorgt und aus dem wir Lebenskraft ziehen können.

6 Gedanken zu „Wurzeln“

  1. Liebe C. & G. – heute schoß es mir pfeilartig durch den Kopf: Ihr plötzliches Schweigen hier gleicht einer Apoplexie, die nach dem aktuellen Begriffzustand zu urteilen, unfreiwillig wäre. Friedrich Engels schrieb aber 1871 die folgenden Zeilen: “Wenn Ihr nicht antwortet, werden wir die Schlußfolgerung ziehen müssen, daß Euer Schweigen vorsätzlich ist [...]“. In ihrer beiden Fall bin ich ausnamslos ratlos.
    Ihr
    Harpocrates

  2. Was zu beraten wäre …

    liebe C.& G., natürlich, ausnahmslos, müsste es heißen, was aber nach einer Überdosis des Italienischen, in dem das “h” zumindest als ernstzunehmenden Buchstaben nicht vorkommt, mir nachsehen möge.
    Aber ich möchte ihnen beiden einige Fragen und Phrasen als Beratungsgegenstand nahelegen – vor allem nachdem ich selbst an der Auslegung zu scheitern drohe und doch das Geschick und Glück einzelner Menschen daran zu hängen scheint:
    - Einander nicht grün sein —- für mich spekulativ nicht ergründbar
    - Mutige Schritte — in uns / gegen uns / gegen unsere Bequemlichkeit
    - Glaubwürdigkeit — im Spannungsfeld “ent-scheiden und ent-täuschen”
    - Verständliche Sprache — als Mensch zu Menschen sprechen
    - Von der Hand in den Mund zu leben, reicht als Lebenskonzept nicht aus – oder doch ? – Gleichnis der Blumen und Vögel?
    - Zukunftsfähig? – Kritik der Moderne
    - Ethische Perspektiven: Selbstwahrnehmung läutern, Werteerziehung, Ethik der Einübung, rituelle Praxis
    - Symbolik des Scheiterns (“Der rauhe Stein”)
    - Neuaufbruch zu uns selbst: unreflektiertes Selbstbewußtsein und Selbstüberschätzung (vgl. Rolf Dobelli)

    Mit Grüßen aus der Stunde vor Mitternacht
    Ihr
    Harpocrates

  3. Lieber Harpocrates,
    unglaublich. Es ist keine 48 Stunden her, als wir über Sie sprachen. Die Ohren müssen Ihnen geklingelt haben (wir können das auch auf die Liste der zu erörternden Themen nehmen). Wie schön!
    Ausnamslos finde ich sehr zauberhaft, denn es zeigt viel stärker eine gewisse Vereinsamung, die sich durch das Wort ausnahmslos logischerweise ergibt (was von der Frage abhängt, wo die betrachtende Person steht, auf der Seite des Ganzen oder auf der leeren Seite der Ausnahmen).
    Italien! Hoffentlich ein guter Aufenthalt oder wenigstens ein mit Freude Italienisch hören und sprechen. Non t’arrabiare, la vita e breve …
    Bezüglich des Schweigens diskutierten wir am Wochenende nämlich unter der Frage – welchen Weg werden die wahnsinnigen Schwestern nehmen, welches Projekt wird uns förmlich in die Arme fallen. Es war ein umwälzendes 2017 mit vielen Herausforderungen, doch 2018 klingt vielversprechend.
    Ich grüße aus dem Morgengrauen
    Christine
    Ich bin gespannt, was Gabi sagen wird zur Themenliste. Ich für meinen Teil freue mich, mich der Liste anzunehmen.

  4. Lieber Harpocrates,
    auch ich war sehr gespannt, was ich dazu sagen werde. :)) Aber ich stelle fest, dass meine Überraschung immer mehr einem gewissen Leicht-Sinn und einer vorfreudigen Spannung weicht, und ich nehme die Herausforderung gerne an. Meine Challenge ist es wohl nun, die richtigen Fragen zu stellen…
    Herzliche Grüße, Gabi

  5. Liebe C.,
    die richtigen Fragen zu stellen, eine zentrale Erkenntnis! Ich hatte Ihnen dazu den Parzival schon einmal nahegelegt, und Sie haben nunmehr den Weg zur Antwort auf die erste Frage beschritten, die Wolfram von Eschenbach seinem Parzival voranstellte: welher stiure disiu maere gernt – welches Steuer die Geschichte verlangt, die wir hier zu erzählen gedenken.
    In Ihrer aller Fragen Erwartung,
    Ihr
    Harpocrates

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